my new home

07.03.2009



treppenhaus

korridor-eingangstür


flur, richtung hinten


flur, richtung korridor-eingangstür


gemeinsames wohnzimmer




gemeinsame küche


mein zimmer







destination: kiruna

23.02.2009




was kann man nach 4 tagen in kiruna, einer völlig zugefrorenen stadt knapp 100 km hinterm polarkreis mit ungefähr 25.000 einwohnern und ungefähr 3mal sovielen touristen sagen?

es war der knüller. am donnerstag sind wir (15 exchange-students aus wirklich allen ecken der welt) völlig entspannt gegen halb vier auf dem kiruna flughafen gelandet - absolut in the middle of nowhere und völlig erschlagen von den -25 grad.





von da aus gings dann mit nem gemieteten minivan richtung hostel, also downtown. da dann schnell eingecheckt und klamotten verstaut und dann richtung "innenstadt".








das absolute highlight am freitag: abends um 18.00 uhr gings los zum snowmobile- und hundeschlittenfahren. mit dicken winteroveralls, schneeschuhen, schneemobil und 5-mann-schlitten gings ab richtung wald - eine strecke von 20 km gabs zu bewältigen. leider wars schon völlig dunkel, deshalb hat man nicht allzuviel von der umgebung gesehen - aber das war auf dem schneemobil irgendwie auch nicht so wichtig.



nach gut anderthalb stunden und knapp 11 km haben wir mitten in der pampa auf einer kleinen anhöre pause gemacht und auf nordlichter gewartet - welche auch prompt nicht erschienen. stattdessen:



ein kleines feuerchen in einem alten saami-zelt mit kaffee, tee und keksen. und nach ner guten halben stunde gings dann wieder zurück in die eiseskälte -







9 km mit dem hundeschlitten.
wir sassen zu viert, gelenkt wurden die 10 huskies von einem deutschen berliner guide.
wie unlustig.










am samstag stand snow-shoe-walking, ski- und snowboardfahren (inklusive abendessen in norwegen) auf dem programm. desweiteren: kirunas innenstadt angucken. zu sehen gab es bäume, kirchen und postkartenständer.








am sonntag ging es dann um 7 aus dem bett, auschecken bis um 9 und dann zu dritt richtung icehotel - kirunas touristenattraktion schlechthin. ein hotel, das jedes jahr aus tausend tonnen schnee und eis wieder neu aufgebaut wird und in dem ständig -8 grad herrschen. gibts geileres? wohl kaum.








dort definitives highlight: die absolut-icebar,
bei der ein pinneken wodkamal eben schlappe 11 euro
kostet. dafür ist das glas aber auch komplett aus eis ...







ebenfalls völlig verrückt: ice-curch!





abends gegen acht dann der flieger zurück nach stockholm, von da aus mit bus, zug und rental-car zurück nach linköping. niedrigste temperatur während der 4 tage: -31 grad.

traumhaft.



18.02.2009



da wär ich dann morgen abend eigentlich. helgi jónsson, isländischer superduper-künstler, spielt im hg. keine 50m luftlinie von meinem fenster entfernt. für 6 euro eintritt. eigentlich unfassbar geil. stattdessen aber: morgen um 8.30 zum bahnhof nach linköping, von dort aus mit dem zug um 9.05 nach stockholm-arlanda und dort um 13.00 in den flieger nach kiruna, der nördlichsten stadt schwedens. sonntag abend dann auf gleichem weg wieder zurück. dazwischen: kurzurlaub mit insgesamt 15 anderen exchange students bei knapp -31 grad und jeder menge schnee, nordlichtern, schneemobil-cruiserei und hundeschlittenfahrt. helgi jónsson kann definitiv warten.


10.02.2009





so langsam gewöhnt man sich an das ständige nummernziehen....

weil ich nicht genau weiss, wann meine vermieterin wieder im lande ist, hab ich mich schlauerweise jetzt schon mal wegen neuem zimmer und umzug für vermutlich irgendwann gegen anfang märz informiert. netterweise haben wir hier in ryd ein studentbostader-office (studenten-zimmervermittlung) - und zwar keine 900m luftlinie von meinem fenster entfernt. traumhaft. und kaum hab ich dort auf den knopf für die queue-nummern gedrückt, kam der kleine zettel mit der 618 raus und weil überhaupt gar nichts los war durfte ich sofort zum nächsten freien beamten durchmarschieren. das leben kann so einfach sein.

ich hab dann auch spontan ein grandioses zimmer gefunden, gleich im haus nebenan mit traumhaft schönen wohnzimmereinblick. hab mich sofort dafür angemeldet - und jetzt heisst es abwarten bis donnerstag morgen um 8. wenn sich bis dahin niemand anderes für das zimmer interessiert, ists meins! also los, daumen drücken!








die letzten zwei wochen hab ich meine zeit hauptsächlich mit gruppen- und projektarbeit für den kurs "film&video as an aesthaethic expression" verschwendet. teilweise auch mit sonstigem rumstudieren. definitiv zu wenig mit schlafen und aufräumen, ein bisschen zuviel mit feiern.
die projektarbeit bestand darin, mit einer gruppe von 5 leuten einen song zu komponieren und anschließend ein passendes musikvideo dazu zu drehen. wir haben spontan versucht, bob marleys 'no woman no cry' als 'no swedish no cry' auszulegen und erzählen in unserem (aber dann doch sehr eigenen) cowboy-song von unseren recht unterschiedlichen eindrücken bei der ankunft als foreign exchange student in linköping. unsere gruppe bestand aus einer holländerin, einer irin, einer spanierin, einem australier und mir - deadline für die arbeit war freitag. für das drehen und dem abschließenden filmediting wurden sämtliche budgets ausgegeben, sämtliche statisten rekrutiert, sämtliche nerven gelassen und sämtlicher schlaf geopfert. also von wegen in linköping wird nur gefeiert!

weil aber eben doch viel gefeiert wird, musste das natürlich rein mit ins video. weil der gesamte film jetzt beim lehrer ist, gibts grad mal einen wirklichkurzen ausschnitt aus dem irischen filmteil. theme: feiern im hg, dem kleinen feinen pub schräg gegenüber (ton bitte runterdrehen, der ist unmöglich und noch nicht bearbeitet) :





was mir als ausländer bei meiner ankunft in schweden gleich aufgefallen ist und somit unbedingt mit in meinen teil vom video reinmusste: das queueing. schwedischer nationalsport und absolut schwedische tradition: das schlangestehen. egal wofür, egal wo - wenn die schweden irgendetwas wollen, fangen sie erst mal an sich einzureihen. beim metzger, im supermarkt an der fleischtheke, im studentenbüro, in der bank - erst brav eine nummer ziehen und dann warten, bis die nummer aufgerufen wird.
aber auch ohne nummer-ziehen klappt das schlangestehen wunderbar - für manche aktivitäten, die hier vom erasmus-studentenbund organisiert werden, gibt es nur eine ganz bestimmte anzahl von tickets. je nach beliebtheitsfaktor der aktivität kann das schlangestehen fürs ticketkaufen schonmal locker 20 stunden in anspruch nehmen. einzige regel: wer einschläft, muss seinen schlange-platz verlassen; wer den platz verlässt, hat pech gehabt.
auch bei pubbesuchen oder clubs in der stadt muss man zu bestimmten stunden mit langen queuen rechnen, ebenso vor und in den sogenannten systembolagets (sogenannte "alcohol-shops" - nur hier bekommt man alkohol mit mehr als 3,5 %) - rekord meiner mitbewohnerin: 3 stunden im systembolaget um ein sixpack schwedisches starkbier zu kaufen.

um bei meinem part das ankommen in linköping so realistisch wie möglich darzustellen, durfte also eine queue vor dem hg nicht fehlen (mein persönlicher rekord bisher beim anstehen: 2 stunden). die folgende queue ist übrigens total gefakt, sieht aber trotzdem voll echt aus. die statisten sind all die leute, mit denen ich hier im moment durchs leben wanke.

auch hier bitte wieder: ton down!



lässt sich im moment nicht hochladen, die szene.
später vielleicht.


so. und jetzt was ganz anderes: studieren an sich.
die kurse, die ich hier für ein halbes jahr belegt habe, sind für mich studiumssmässig alle völlig sinnlos. insgesamt sind es 4 an der zahl ("beginners´course in swedish for exchange students" , "introduktion to special education in a swedish context" , "film&video" und "childrens rights and participation") an durchschnittlich insgesamt zwei tagen die woche (montags und mittwochs). schwedisch ist eher unspektakulär als denn wahnsinnig spanned, dafür aber kompliziert und verwirrend. special education ist völlig auf grundschule ausgelegt und als thema an sich für mich nicht so der burner. zwischen film&video und meinem studium hab ich bisher noch überhaupt gar keinen zusammenhang finden können und childrens rights fängt erst im märz an.
soviel dazu. mir kommt das ganze rumgeeier sehr gelegen - die ganze frühkindliche wissenschaftliche unwissenschaft vom letzten freiburger semester liegt mir teilweise immer noch schwer im magen und war zum ende hin sowieso nur schwer zu ertragen.













Wohnheim


Ryd Nord-Ausgang


Ryd Süd-Ausgang


Ryd West-Ausgang





sightseeing on my daily biking-way to university:
(pics u.a. by peter r.)



















Uni-Gelände










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