and then she was sitting there, down at the stairs, with her head in her hands, and she was just wondering about friendship. "just think about this, guys - look at this partys and look at us, we just know each other for 14 days now. look at us, standing outside and waiting. look at us, living here in linköping, having this fuckin great time. anja, you know what i mean? we just needed 2 weeks to become friends like this. its amazing. how is it going to be after a month? or two? just think about - how is it going to be after this half of a year??"
and i was standing there, the same questions in my mind, and something in me exploded.

gestern gab es das sogenannte "orientation programm" von der liu für alle exchange-studenten - das offizielle blabla, informationen übers studieren in linköping, über unterkunft und law and order in schweden, über "health and soul care", studentlife, studentenwerk und einfluss der studentenverbindungen. als ich mit knapp 200 anderen auslandssemestlern im vorlesungssaal saß und statistiken und grafiken und zahlen über abgänge und abschlüsse vorgelegt bekommen habe und immer wieder worte wie "you are so fucking welcome" und "we are here because you are here" gefallen sind, bin ich zwischendurch mal kurz ausgerastet und hab mich dermaßen willkommen gefühlt, dass es mir fast schon wieder unheimlich war. es ist mit nichts zu vergleichen, in welchem maße hier das studentenwerk gelebt wird. im unterschied zu deutschland machen die leute, was sie sagen. und sagen, was sie denken. und sie machen. and that's the big difference, warum alles funktioniert. und als ich dort saß, inmitten dieser vielen nationen, inmitten dieser vielen leute, die ich bereits kennengelernt habe, da wurde mir auf einmal erst wirklich klar, was ich hier eigentlich mache. und wie geil das ist. und was das eigentlich für eine wahnsinnsgute uni ist, an der ich seit montag offiziell eingeschrieben bin. und wie geil das ist.
am abend gabs dann noch ein bbq in the snow, organisiert vom studentenwerk. mit ohne schnee, dafür aber free hotdogs (ikea-like) und relativ günstigem bier (20 kr). das ganze ging knapp 2 stunden und war meiner meinung nach eine saukalte, aber echt schicke idee zum minglen und linglen mit all den neuen exchange-studenten. ich, der stuttgarter und 5 finnen (!) waren die letzten, die - als die party schon längst vorbei war - immer noch an ort und stelle standen und völlig begeistert stereotypen ausgetauscht haben. völlig verrückt.
danach gings dann (natürlich) wieder auf eine korridorparty, von dort aus (natürlich) zum nächsten korridor und wieder zurück zum ersten korridor. dieses mal unter anderem leute aus kanada, der ukraine und ungarn kennengelernt.
danach gings dann (natürlich) wieder auf eine korridorparty, von dort aus (natürlich) zum nächsten korridor und wieder zurück zum ersten korridor. dieses mal unter anderem leute aus kanada, der ukraine und ungarn kennengelernt.
und wenn das wirklich stimmt, mit dem stundenplan - dann wird das ein völlig abgefahrenes halbes jahr. aber ich glaube, das wird es eh. so oder so. und dann wird einem erst mal klar, wie geil das ist.
TIME:
13:40

total abgefahren:
mitten im wald findet man in schweden öfters einfach mal einen bolzplatz...
mitten im wald findet man in schweden öfters einfach mal einen bolzplatz...

... inklusive sportheim.
dieser wald ist irgendwo hinter ryd und nennt sich unter anderem 'motion-center' (das stand zumindest an der schicken holztür vom schicken roten haus). weil die letzte woche hauptsächlich aus jetlag, chaosorganisation, rumgerenne, engen strassen und vielen menschen und immens vielen wohnheims-häusern und noch viel viel mehr chaos bestand, war ich mehr als begeistert, als ich heute durch zufall gesehen habe, wie der slovenian guy aus dem erdgeschoss zum laufen einem schild mit der aufschrift "skog" hinterhergelaufen ist. jaha.
in wald gibts verschiedene trimm-dich-pfade, plätze denen ich auf die schnelle noch keine sportart zuordnen konnte und zwei verschieden lange lauf-strecken, 2,5 km und 5 km. ich bin dann spontan mal zweitere abgelaufen und war extremst beeindruckt. steht man auf klar ausgeschilderte wege, gibts an jedem schwedischen zweiten baum eine wegmarkierung. steht man eher auf rumgeier zwischen dem bäumen und sucht sich seine wege lieber selbst, gibt es unfassbar viele möglichkeiten, neben der markierten strecke durch den wald zu rennen. typisch schwedisch halt.

als ich gerade just dieses foto aufgenommen habe und mich umdrehen wollte, kam ein mann mit einem hund auf mich zu. er hatte mich anfangs nicht gesehen und wollte sich entschuldigen. dafür, dass er mich gestört hatte und ausgerechnet zu jener zeit genau den gleichen weg wie ich genommen zu haben. ziemlich entwaffnend, die schwedische mentalität. als entschädigung hat er mir dann einiges über den lake roxen (im bildhintergrund) erzählt, der anscheinend die linköping-attraktion schlechthin ist.
(steht übrigens schon in planung, ein lake roxen trip.)
in wald gibts verschiedene trimm-dich-pfade, plätze denen ich auf die schnelle noch keine sportart zuordnen konnte und zwei verschieden lange lauf-strecken, 2,5 km und 5 km. ich bin dann spontan mal zweitere abgelaufen und war extremst beeindruckt. steht man auf klar ausgeschilderte wege, gibts an jedem schwedischen zweiten baum eine wegmarkierung. steht man eher auf rumgeier zwischen dem bäumen und sucht sich seine wege lieber selbst, gibt es unfassbar viele möglichkeiten, neben der markierten strecke durch den wald zu rennen. typisch schwedisch halt.

als ich gerade just dieses foto aufgenommen habe und mich umdrehen wollte, kam ein mann mit einem hund auf mich zu. er hatte mich anfangs nicht gesehen und wollte sich entschuldigen. dafür, dass er mich gestört hatte und ausgerechnet zu jener zeit genau den gleichen weg wie ich genommen zu haben. ziemlich entwaffnend, die schwedische mentalität. als entschädigung hat er mir dann einiges über den lake roxen (im bildhintergrund) erzählt, der anscheinend die linköping-attraktion schlechthin ist.
(steht übrigens schon in planung, ein lake roxen trip.)
TIME:
13:11
gerade meinen stundenplan runtergeladen. wenn der stimmt, dann sind die ersten wochen uni vorlesungs-/seminarmäßig extrem chillig - grundsätzlich 2 tage die woche frei. und die wochen danach werden erst recht chillig: von anfang märz bis mitte mai genau zwei stunden uni pro woche. und zwar sprachkurs.
verrückt.
um noch mal auf die sache mit den mitbewohnern zurückzukommen.

das studentenviertel, in dem knapp 2.000 studenten aus sämtlichen ecken der welt zusammen rumlingern, nennt sich ryd. das system, nach dem die häuser in ryd gestrichen, plaziert und benannt wurden, ist nicht bekannt und deshalb für mich auch nicht logisch nachvollziehbar.
in jedem haus gibt es 3 etagen mit je drei verschiedenen korridoren: a, b und c. in jedem korridor gibt es 8 zimmer, anfangs hieß es noch, dass die hälfte der zimmer von schweden, die andere hälfte von auslandsstudenten bewohnt wird. mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher, ich glaube in meiner wg gibt es nur 3 schweden. jedes zimmer gibts inklusive dusche, geteilt werden nur küche und wohnzimmer (ausgestattet mit - na klar- ikeamöbeln).

björnkärrsgatan 6,
mein zimmer ist genau über dem gelben rad (1. etage).
mein zimmer ist genau über dem gelben rad (1. etage).
beliebt sind hier vor allem die korridor-parties - bei denen man auf sämtlichen korridoren landet, ausser auf dem eigenen. so ist es bei mir zumindest - mein korridor scheint dieses company-lingering zu meiden. bei diesen parties zieht man von korridor zu korridor, gewöhnlich wird bier und essen selber mitgebracht, und man verbringt den abend in völlig verrückter gesellschaft. dadurch lernt man 1. wahnsinnig schnell wahnsinnig viele leute aus den verrücktesten ecken der welt kennen und 2. gibts orientierung im häuser-anlage-chaos gratis dazu. häufig finden diese korridor-parties vor oder nach irgendwelchen grösseren veranstaltungen statt - schlicht und einfach zum vor- oder nachglühen, weil der alkohol sonst einfach nicht zu bezahlen ist (teilweise zahlt man hier in pubs 8 euro für ein normales bier, während dosenbier aus dem supermarkt auch mal bei 90 cent pro dose liegen kann).
(in sämtlichen häusern ist rauchen übrigens strengstens verboten, genau wie überall in schweden auch. wer rauchen will, muss vor die tür: geraucht werden darf nur draussen, in öffentlichen gebäuden ist definitly ban of smoking. überhaupt wird - meinem eindruck nach - recht wenig geraucht hier (was höchstwarscheinlich an den immensen tabakpreisen liegt). selten sieht man hier im studentenviertel leute mit zigarette, selbst in der fussgängerzone in der stadt ist rauchen so dermaßen uncool, dass wir uns beim ersten stadtbesuch lieber bei passanten vergewissert haben, obs das rauchverbot nicht auch für draussen gilt. dementsprechend sauber sind aber die straßen und wege, das fällt sofort auf. also mir zumindest.)
ich komme gerade nach hause und gehe in die küche. steht da ein mensch.
"oh, hi!
"hey!"
"do you live here?"
"yes. do you live here, too?"
"yes."
"ah, okay. nice to meet you."
"nice to meet you, too."
"okay, bye."
"bye."
nach nicht mal einer woche habe ich immerhin schonmal 5 von meinen 8 mitbewohnern zumindest gesehen. wenn man sich umhört, hört man desöfteren ähnliches. vor allem die schwedischen mitbewohner verbarrikadieren sich hinter ihren türen und lassen selten was von sich hören oder sehen. verrückt eigentlich.
auch irgendwie verrückt: ein korridor weiter wohnt seit heute nachmittag ein junger biologie-student aus stuttgart.
TIME:
09:26
ich habe neun stunden am stück geschlafen, alleine in meinem zimmer, in einem eigenen bett, mit einem echten kissen und einer richtigen decke. zivilisation, ich seh dir kommen!
für heute angesagt: fahrradkauf.
heute abend: weihnachtsparty.
TIME:
00:00
jetzt sitze ich also in schweden.
habe das flugzeug betreten und den ozean bei nacht begafft.
habe mich über -65 grad bei 12.000m höhe gefreut.
bin in schweden angekommen und wurde sowohl in bahn als auch im bus mit schwedischen komfort konfrontiert.
habe seit dem ersten schritt auf schwedischem boden die schwedische mentalität als ewig erfrischend verstanden.
habe meine wg gefunden, habe meine wg als eklig empfunden, habe mein zimmer bezogen, habe mein zimmer als eklig empfunden.
habe zwei tage und drei nächte mit zwei anderen auf 20 ekligen m² zusammengewohnt und es als notwendig hingenommen.
habe mich in der uni eingeschrieben und schwedisches hühnchen gegessen.
war sowohl im supermarkt als auch bei ikea mit der auswahl überfordert.
habe herausgefunden, dass sich in 50m luftlinie der studentenpub befindet.
habe eine schwedische sim-karte bekommen.
habe für morgen abend eine karte für eine x-mas-party gekauft.
und auch sonst nur komische sachen gemacht. zum beispiel:
viel geschlafen und mein versifftes fenster geputzt:

habe es noch nicht geschafft, mich an den sonnenuntergang um 15.30 uhr zu gewöhnen.
bin noch nicht dazugekommen, anzukommen.
kein schnee.
aber:
ich bin hier.
packen. sport-bericht schreiben. schwedisches konto eröffnen.
packen. schnee schieben. max goldt-lesung.
und dann gehts los.
About
TIME:
12:43
nord-süd-nord,
so war es, so ist es, so wird es bleiben.
(fast) immer richtung nordstern.
nord-nord-süd,
ein zwischenstop in linköping, schweden.
geblogge übers auslandssemester an der liu von januar bis irgendwann.
und wie beim hauptwohnsitz gilt auch hier:
hej och härtligt välkomna!
die meisten worte sind echt, noch mehr sind erfunden – aber der grossteil ist wahr und hat seinen sinn. leute, die nicht immer alles bierernst nehmen, dürfen bleiben. der rest geht. und stellt die stühle hoch.
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